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ChirurgieRatgeber.de - Operation von einem Bandscheibenvorfall

Artikel vom 17.10.2008 aus der Rubrik Gefäßchirurgie und Neurochirurgie

Operation von einem Bandscheibenvorfall

Der Arzt spricht von einem Bandscheibenvorfall, wenn die Bandscheibe zwischen den Wirbeln einreißt und es so zu Entzündungen der Nervenwurzel kommt. Da der Puffer zwischen den einzelnen Wirbeln nun nicht mehr an seiner gewohnten Stelle sitzt, verursacht der Bandscheibenvorfall starke Schmerzen und macht teilweise eine Operation unumgänglich.

Je nach Schwere des Bandscheibenvorfalles kommt es zu heftigen Schmerzen, die ins Bein ausstrahlen können. Teilweise kommen auch Lähmungserscheinungen vor. Für die endgültige Diagnose fertigt der Arzt eine Röntgenaufnahme, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie an. Je nach Schwere des Bandscheibenvorfalles kann dieser konservativ oder operativ behandelt werden. Bei der konservativen Therapie wird der Bandscheibenvorfall durch Krankengymnastik, Massagen, Schmerzmittel und Ruhigstellung der Wirbelsäule behandelt.

Hilft die konservative Therapie nicht, muss der Bandscheibenvorfall operiert werden. Da die Operation am Rücken des Patienten stattfindet, liegt dieser auf dem Bauch und erhält eine Vollnarkose. Durch die vorher angefertigte Röntgenaufnahme kann der Arzt sehen, an welcher Stelle sich der Bandscheibenvorfall genau befindet. Diese Stelle wird mit dem Skalpell aufgeschnitten und Bänder und Muskeln durchtrennt. Das Gewebe, das aus den Bandscheiben hervorgetreten ist, wird entfernt. Zusätzlich wird eine Drainage gelegt, aus der Wundflüssigkeit abfließen kann. Fließt keine Flüssigkeit mehr ab, wird die Drainage oft schon am Tag nach der Operation entfernt. Anfangs darf sich der Patient nach der Operation nur sehr wenig bewegen. Es dauert einige Monate, bis sich der Patient wieder voll belasten darf. Das Heben schwerer Gegenstände ist sogar meist erst ein halbes Jahr nach der Operation möglich.

Neben dieser beschriebenen Operationsmethode werden noch etliche weitere angeboten. Beispielsweise kann die Operation auch mit einem Endoskop (ein optisches Gerät) durchgeführt werden.

Eine Bandscheibenoperation ist eine schwierige Operation, die auch etliche Risiken birgt. Dazu gehören zum Beispiel die Nerven- oder Rückenmarksschädigungen. Diese können zu Lähmungserscheinungen oder Schädigungen an Blase oder Darm führen. Auch Nachblutungen nach der Operation sind möglich. Bei ¾ der Patienten führt die Operation zum Erfolg. Trotzdem kann nach einiger Zeit erneut ein Bandscheibenvorfall auftreten, der abermals eine Operation notwendig macht. Im Anschluss an die Operation im Krankenhaus empfehlen die Ärzte meist einen Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik. Hier erlernt der Patient spezielle Bewegungsübungen für sein Bandscheibenproblem.

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