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ChirurgieRatgeber.de - Operation von angeborenen Zwerchfelllücken

Artikel vom 17.10.2008 aus der Rubrik Kinderchirurgie

Operation von angeborenen Zwerchfelllücken

Mit einer Wahrscheinlichkeit von zwei bis fünf Promille gehört der Zwerchfelldefekt zu den eher seltenen angeborenen Fehlern des Menschen. Wenn es dann eintritt, können jedoch die Folgen umso schwerwiegender sein.

Durch das relativ seltene Auftreten besteht auch die Gefahr, der Fehldiagnostik bzw. der richtigen Diagnose zu einem späten Zeitpunkt.

Da das Zwerchfell als Organ die Atmung unterstützt und zudem den oberen Brustraum mit seinen Atemorganen vom Bauchraum trennt, kann ein Zwerchfellbruch und/oder die so genannte Zwerchfellhernie, die ausgeprägtere Form eines Loches im Zwerchfell, fatale Folgen haben, wenn es zu spät erkannt wird.

Durch die Lücke im Zwerchfell können schon im Mutterleib Organe aus dem Bauchraum in die Brusthöhle wandern und sich ausbreiten, wodurch ein ungestörtes Wachstum der Atemorgane, meist der Lunge, verhindert wird. Die Lunge bildet sich nicht oder nicht genügend aus. Wird dies bei Vorsorge-Untersuchungen während der Schwangerschaft übersehen, hat das Kind, je nach Ausmaß der Unterentwicklung der Lunge, kaum eine Chance eine normale Entbindung zu überleben.

Wird ein Zwerchfellbruch erst später bei Kindern diagnostiziert, liegt meist ein angeborener Fehler vor. Seltener, jedoch durchaus möglich, kann auch ein Zwerchfellbruch durch übermäßige Belastung entstehen.

Kleinere Zwerchfelldefekte werden oftmals erst später durch einen leichten Druck im Bauch- und Brustbereich bemerkt. Größere Defekte, welche von einem Verrutschen der Bauchorgane, wie Magen, Darm, Leber und Milz, begleitet werden, bezeichnet man als Zwerchfellbruch. Die Bauchorgane, welche in der Brusthöhle liegen, können unter Umständen die Lungenfunktion behindern aber auch selbst in Mitleidenschaft gezogen werden, wie zum Beispiel Beeinträchtigung der Darmfunktion mit Erbrechen und vermindertem Stuhlgang. Lebensbedrohlich wird diese Anomalie, wenn aufgrund Durchblutungsstörungen ein Durchbruch erfolgt und eine Bauchfellentzündung daraus resultiert.

Sobald eine Beeinträchtigung der inneren Organe durch die Deplatzierung derselben Symptome aufweist und die Ursache in der Zwerchfelllücke gefunden wurde, empfiehlt sich unbedingt ein operativer Eingriff, um die Lebensqualität zu verbessern und evtl. sogar das Leben des Patienten zu retten. Während dieser Operation werden, meist über einen Brust- bzw. Bauchschnitt, die Organe wieder an ihren angestammten Platz zurück gelegt, evtl. die Lunge entfaltet und anschließend die Lücke im Zwerchfell vernäht. Selbst bei Neugeborenen im zarten Alter von ein paar Tagen, ist diese Methode erfolgversprechend. Die neueste Entwicklung tendiert hier zu minimalinvasiven Eingriffen, welche mit Spezialkamera und kleinsten Instrumenten nur kleine Einschnitte von drei bis fünf Millimeter benötigen.

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